Warum Faulheit nützlich sein kann

 

Viele Unternehmer, Physiker und Mathematiker sind faule Menschen, die Arbeit eher meiden und dennoch erfolgreich sind. Wie kann das sein und wie kann man Faulheit als Arbeitsmittel einsetzen?

 

Ist Faulheit angeboren?

Ob Faulheit nun angeboren ist oder nicht, ist völlig unbedeutend für diesen Artikel. Denn falls Sie faul sind, dann hilft Ihnen die Fragestellung, ob Faulheit nun angeboren ist oder nicht, relativ wenig weiter. So oder so müssen Sie dann entweder einen Weg finden, die Faulheit zu besiegen oder sie müssen Mittel und Wege finden, die Faulheit für Arbeitszwecke zu nutzen.

 

Welche positiven Nebeneffekte hat Faulheit?

Ein fauler Mensch versucht immer, ein mögliches Problem schnell und einfach zu lösen, damit er den Rest des Tages wieder faul sein kann. Viele Geschäftsführer aus dem IT-Bereich übertragen deshalb Projekte, die schnell und gründlich erledigt werden sollen, an Mitarbeiter, von denen sie wissen, dass diese extrem faul sind. Warum tun sie das?

Fleißige Mitarbeiter fangen aufgrund ihrer Tatkraft schnell mit der Arbeit an, ohne sich über die Lösung des Problems genügend Gedanken gemacht zu haben. Das hat zufolge, dass sie einfach mal drauf losarbeiten und dann in der Mitte der Arbeit oftmals feststellen, dass ihr ganzer Ansatz falsch war. Sie beginnen dann wieder von Neuem, ohne sich wieder genügend Gedanken über die Lösung des Problems gemacht zu haben. Dies hat zufolge, dass sich bei der Planung abermals ein kleiner Fehler eingeschlichten hat und die Arbeit dann nach einer Weile wieder von Neuem begonnen werden muss. Dadurch verschwenden fleißige Mitarbeiter bei wichtigen Projekten oftmals unnötig Arbeitszeit und kosten den Arbeitgeber deshalb viel Geld.

Für Projekte, die schnell und kosteneffizient gelöst werden sollen, eignen sich also viel eher faule Mitarbeiter. Diese haben bei so einem Projekt nur einen Hintergedanken: Sie möchten dieses Projekt schnellstmöglich und einfach hinter sich bringen, damit sie bei ihrer normalen Arbeit in der sie Routine haben wieder faul sein können. Faule Mitarbeiter wollen also im Vergleich zu fleißigen Mitarbeitern dem Chef weder durch Aktionismus imponieren, noch damit angeben, dass sie länger im Büro sitzen und damit vermeintlich „mehr“ arbeiten. Sie wollen ein Problem einfach nur schnell und einfach lösen, um wieder ihre Ruhe haben.

 

Wie können Sie Faulheit nutzen?

Wie eben erwähnt hat Faulheit einen interessanten Nebeneffekt: Sie suchen immer den kürzesten und schnellsten Weg, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Diese „Gabe“ können Sie besonders in der selbständigen Arbeit, wo viel Arbeit in kurzer Zeit erledigt werden muss, gut nutzen. Dabei sollten Sie bei einem möglichen Problem erstmal sehr lange und immer wieder intensiv darüber nachdenken, wie dieses Problem möglichst reibungslos und schnell gelöst werden könnte. Sie spielen also im Kopf alle möglichen Variablen immer wieder durch, bis Sie sich fast 100 %-ig sicher sind, dass Sie den besten und schnellsten Weg gefunden haben. Erst dann legen Sie los mit der Arbeit. Die Arbeit an sich dauert dann nur noch eine sehr kurze Zeit, was gut für Sie ist, weil Sie dann schnell wieder Zeit zum Faulenzen haben.

 

Faulheit hilft auch beim Abnehmen

Beim Abnehmen kann Faulheit als eine starke Waffe eingesetzt werden. Sie wollen nicht viele Dinge an einem Tag verrichten, weil sie zu faul sind? Dann streichen Sie doch einfach mal 2 von 3 Essensmahlzeiten aus der Tagesliste. Dadurch sparen Sie Zeit für das Essen des Essens an sich. Vor allem aber sparen Sie Zeit für die Zubereitung des Essens und das Abräumen danach. Für einen Faulen ist es deshalb leicht, auf 2 Mahlzeiten zu verzichten, weil er dadurch weniger zutun hat und gleichzeitig noch dabei abnimmt. Als Faulpelz schlagen Sie dadurch also 2 Fliegen mit einer Klappe. Sie können einerseits faulenzen in der Zeit, in der Sie nichts essen. Gleichzeitig nehmen Sie dabei noch ab. Damit hat ein fauler Mensch wieder einmal den kürzesten und leichtesten Weg gewählt, um ein Problem zu lösen.

Ein fleißiger Mensch hingegen würde Unmengen an Ressourcen verschwenden, um abzunehmen. Er würde sich noch mehr Arbeit aufhalsen und einen speziellen Essensplan erstellen, in dem steht, was er jeden Tag zu essen hat. Die Zubereitung des Essens wäre dann natürlich noch zeitintensiver als sonst, weil dieses Essen zu seiner Diät passen müsste und er neue Zutaten kaufen müsste und sich auch noch über die Zubereitung des neuen Essens erkundigen müsste. Zudem würde er sich noch weitere Arbeit aufhalsen, indem er auch noch zusätzlich Sport macht um abzunehmen. Das Sport machen an sich würde also Zeit verschlingen. Aber auch das Anziehen der sportlichen Kleidung vor dem Sport und das Duschen danach würde Zeit kosten.

 

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