Wundertüten füllen als Heimarbeit: Seriös?

 

Ab und zu stößt man bei Jobbörsen auf Annoncen, in denen einem beispielsweise monatlich 1500 Euro durch das Füllen von Wundertüten garantiert wird. Doch sind solche Versprechungen seriös? Wir haben es unter die Lupe genommen.

 

Wundertüte: Was ist das überhaupt?

Wundertüten sind heute nicht so bekannt, wie sie es früher waren. Bei Wundertüten handelt es sich um rechteckige (manchmal auch runde) verschlossene kleine Papiertüten mit einer oder mehreren Überraschungen darin. Den Inhalt der Tüte können Sie von Außen nicht sehen. Meistens sind eine oder mehrere Süßigkeiten in der Wundertüte enthalten. Hier sehen Sie das Bild einer typischen Wundertüte von damals.

Wundertüten machen oftmals soviel Spaß, dass sie manche Menschen süchtig machen können weil diese Menschen das Glücksmoment (eine Tüte zu öffnen) und sich überraschen zu lassen immer wieder neu erleben möchten. Obwohl der Inhalt belanglos ist, kaufen sich viele Menschen die Wundertüten oftmals viele Male hintereinander, in der Hoffnung, von etwas Besserem überrascht zu werden als in der letzten Wundertüte, die sie geöffnet haben.

Da unterschiedliche Zielgruppen unterschiedliche Überraschungen mögen, gibt es oftmals Wundertüten, die nach Jungs und Mädels sortiert sind. Man kann also sagen, dass Wundertüten an sich erstmal seriös sind und nichts Unseriöses darstellen. Wundertüten gab es früher, gibt es heute, und wird es wahrscheinlich immer geben.

 

Wundertüten-Heimarbeit: So werden gutgläubige Schafe gelockt

Wie schon in der Einleitung erwähnt locken „Anbieter“ meistens mit einer Annonce, in der z. B. 1.500 Euro monatlich mit dem Füllen von Wundertüten versprochen wird und eine Kontaktmöglichkeit angeboten wird. Wenn Sie dann näheres Interesse haben und nachhaken, wird Ihnen Folgendes angeboten: Sie kriegen alle Materialien (also Papiertüten und Überraschungen) zugeschickt, müssen die Tüten dann mit den entsprechenden Überraschungen daheim füllen und kriegen pro fertige Wundertüte dann beispielsweise 1 Euro versprochen.

Wenn Sie bedenken, dass Sie für das Füllen einer Wundertüte niemals mehr als einen Minute brauchen, dann müsste das bei 1 Euro pro befüllte Wundertüte mindestens einem Stundenlohn von 60 Euro entsprechen. Frühestens hier müssen bei Ihnen die Alarmglocken läuten, dass hier irgendwas nicht stimmen kann, wenn Ihnen soviel Geld pro befüllte Wundertüte versprochen wird. Das hört sich nämlich überhaupt nicht seriös an.

 

Wundertüten füllen: So werden Sie reingelegt

Die Anbieter, die Ihnen die Materialien fürs Füllen der Wundertüten schicken möchten, verlangen meistens eine Zahlung per Vorkasse. Diese Zahlung soll eine Art Kaution sein und garantieren, dass Sie die Tüten auch wieder an den Anbieter zurückschicken, nachdem diese befüllt sind. Zahlen Sie bloß nicht! Denn sobald Sie zahlen, kriegen Sie entweder nichtmal die Materialien zugeschickt und hören nie wieder was vom Anbieter. Oder Sie kriegen die billigen Materialien zwar zugeschickt, hören dann aber nie wieder etwas vom Anbieter. Somit hat der „Anbieter“ sein Geld mit Ihnen gemacht und Sie wurden auf äußerst unseriöse Art und Weise abgezockt.

Oft bezieht sich die Zahlung per Vorkasse auch auf Infomaterial, welches der „Anbieter“ Ihnen schicken möchte. Oder er begründet die Zahlung per Vorkasse mit anderen kuriosen Argumenten. Es ist vollkommen unerheblich mit welchem Grund der „Anbieter“ die Zahlung per Vorkasse begründet. Zahlen Sie niemals, da eine Zahlung per Vorkasse nicht seriös ist!

 

Wundertüten füllen: Seriöse Anbieter

Seriöse Anbieter in diesem Bereich erkennen Sie an folgenden Kriterien: Die Anbieter verlangen keinerlei Zahlung per Vorkasse. Zudem bezahlen sie Ihnen für das Ausfüllen von Wundertüten einen Betrag, der nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig ist.       

Solche seriösen Anbieter in diesem Bereich gibt es sehr wenige. Sie können davon ausgehen, dass diese wenigen Anbieter heiß begehrt und deshalb mit Sicherheit schon alle belegt sind. Somit ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, diese Heimarbeit bei seriösen Anbietern zu ergattern. 

 

Bildquelle: © Carolyn Franks - Fotolia.com